Montag, 13. Oktober 2014

Die unruhige Erde - Die Netzfrauen haben einen großen Knall

Am 12. Oktober 2014 wurde auf der Seite der Netzfrauen dieser Text veröffentlicht. Es geht, grob zusammengefasst, darum, dass es in den letzten Tagen und Wochen einige Naturereignisse gab, die von den Netzfrauen als extreme Häufung angesehen werden und auf einen bevorstehenden "großen Knall" hindeuten könnten. Dabei spielen vor allem Klimawandel und Atomkraft eine Rolle.
Dieser Text ist, wie in so vielen Fällen zusammengepflückt aus seriösen Nachrichten / Meldungen, unseriösen Meldungen, schlechten Übersetzungen, und den fast schon fanatischen Predigungen einer Netzfrau, dass wir Menschen die Natur zerstören und selbst darunter leiden werden.
Wie viel Müll und wie viel Realität tatsächlich in dem Text steht, der LEIDER auch bei Google News aufgeführt wird, möchte ich in der folgenden Analyse zeigen.

Der Text der Netzfrauen wird eingeleitet durch einen Screenshot der IRIS Erdbebenkarte. (Dazu vielleicht schon mal: Es werden Erdbeben der letzten Tage als Kreise auf einer Weltkarte dargestellt, je größer der Kreis, umso stärker das Erdbeben. Nach diesem Muster arbeiten auch die Weltkarten von EMSC und Geofon. IRIS ist dahingegend verwirrend, dass die Kreise deutlich größer sind als bei anderen Erdbebendiensten. Klar, warum Netzfrauen diese Karte bevorzugen :D )
Unter der Karte steht folgender Text:

Ein Erdbeben der Stärke 6,3 vor der Ostküste der japanischen Hauptinsel Honshu und neue Taifune machen sich auf den Weg Richtung Tokio. Doch nicht nur hier machen die Naturgewalten den Menschen zu schaffen, auch in Chile, China, Sizilien und anderen Ländern dieser Erde. 
Abgesehen von der interessanten Grammatik im ersten Satz sei erwähnt, dass der besagte Taifun Vongfong, der heute die japanische Küste erreicht hat, sich bereits zu einem Tropischen Sturm abgeschwächt hat. Die Bezeichnung "Taifun" ist somit irreführend, ebenso die Beschreibung der Zugbahn, verläuft diese doch ein gutes Stück an Tokyo vorbei.

Tausende von wissenschaftlichen Horchposten registrieren die Unruhe der Erde und versuchen rechtzeitig zu warnen, denn das Zerstörungspotenzial von Erdbeben und Vulkanausbrüchen ist oft enorm.
Wunderbar aus dieser Quelle abgeschrieben, ohne dass diese genannt wird. Erster Verstoß gegen das deutsche Urheberrecht, der mit einer hohen Geldstrafe geahndet werden kann.

Die Erde, da ist sich die Mehrheit der Wissenschaftler heute einig, wird sich auf Dauer zu stark erwärmen, mit ungewissen Folgen für ihre Bewohner. Um das zu verhindern, werden verschiedene Maßnahmen angedacht. 
Da hat sich aber jemand Zeit genommen, zu recherchieren und zu kopieren :D Dabei geht es um Methoden, den Klimawandel zu stoppen. Immerhin wurde in diesem Kontext das Wort "Chemtrails" vermieden. Ein kleiner Lichtblick ;)

Oh, werden nun sicher wieder die Skeptiker sagen, die Erde hat schon immer gebebt und Vulkane gibt es solange, wie es die Erde gibt. Ja, sogar Taifune oder Hurrikans sorgten schon immer für enorme Schäden. Soweit so gut und ja es stimmt. Doch zur Zeit nehmen die Naturgewalten enorme Formen an .
Zur Zeit enorme Formen? Okay, dann sind wir mal auf die folgende Begründung gespannt.


Hochwasser, schwere Hagelstürme und Springfluten nehmen zu – ob an Elbe und Donau oder an der Nordsee, auch hier machen die Naturgewalten nicht halt. Und wir sind nun über ein halbes Jahrhundert auf diese Welt, aber dass wir noch im Oktober über 20 Grad hatten, vor allem hier im Norden, daran können wir uns nicht erinnern. Ja, woran wir uns erinnern können, sind die kalten Winter mit viel Schnee, aber fällt heute noch irgendwo viel Schnee, glauben Sie uns, da stehen die Journalisten Schlange und berichten über Schnee, als wäre es was besonderes.  
Ich bin seit 20 Jahren auf dieser Welt und kann mich gut an viele Jahre erinnern, an denen im Oktober locker 20° erreicht wurden. Im wunderschönen Ruhrgebiet hat sogar der ein oder andere Weihnachtstag der letzten Jahre diese Marke erreicht.
Natürlich wollen wir den Klimawandel nicht leugnen, und dass diese Ereignisse dich dadurch häufen. Aber glauben Sie uns, 20° im Oktober juckt keinen seriösen Journalisten :D
Was haben jetzt nochmal letztjährige Hochwasser mit den "zur Zeit enorme[n] Formen" der Naturgewalten zu tun? Und mit dem am Anfang erwähnten Erdbeben? Und vor allem Springfluten, ein astronomisches Phänomen, mit dem Klimawandel?

Und übrigens, wir haben bereits zwei Atomkatastrophen erlebt. Und nach Tschernobyl sind wir schon wirklich bestens informiert und machen uns über Fukushima Sorgen, da dort ein Monstrum steht, welches durchaus eine Gefahr für die ganze Menschheit darstellt. Wir wollen nicht an Radioaktivität sterben oder Sie? Jeder Taifun, jedes Erdbeben kann dazu führen, dass Radioaktivität freigesetzt wird. Und mal ehrlich, was wissen wir schon, was wirklich dort Vorort passiert? Nicht einmal Forscher dürfen richtig recherchieren. [Siehe: Tokio: Schweres Erdbeben – Deutscher Fernsehjournalist berichtet aus Fukushima]
Moment, waren wir nicht beim Klima? Warum jetzt Atomkatastrophen? Und warum sollte die ganze Menschheit an den Folgen von Fukushima sterben, wenn wir doch schon Tschernobyl überlebt haben? Irgendwie macht dieses Argument wenig Sinn....
Und nein, wie wissen nicht, was genau in Fukushima passiert. Aber Sie offenbar auch nicht, denn dann wüssten sie, wie viele dutzend Taifune und Erdbeben es dort in den letzten dreieinhalb Jahren gab. Und hey, wir leben noch :D
Ohne die Katastrophe schön reden zu wollen, aber wie durch den verlinkten früheren Netzfrauen-Artikel wohl deutlich dargestellt, haben die Damen einen Hang dazu, die Katastrophe katastrophaler zu reden, als sie eigentlich ist. Bringt ja auch viele Leser, so ein bisschen Panikmache.
Klar, die Sperrzone bleibt, es wird Nachwirkungen geben (Krebserkrankungen, etc.), aber den Forscher der behauptet, die Menschheit könne wegen Fukushima aussterben, müssen Sie mir erst einmal zeigen.
Sie Skeptiker sagen nur, wir würden unbegründete Panik verbreiten, da fragen wir uns, wo sind Ihre Argumente, denn schließlich belegen wir unsere Recherchen mit seriösen Quellen. [...].
Dass Sie ihre Texte aus seriösen Quellen nehmen, zumindest abschnittsweise, hat man oben gesehen. Aber belegt... Naja, wo kein Kläger da kein Richter. Was Ihre eigenen Schreibwerke angeht, fehlt sowohl der Beleg für Ihre Thesen, als aus die Seriosität. Und Argumente, liebe Netzfrauen, haben wir genug.

Es folgt ein kurzer Abschnitt, der uns auffordert was gegen den Klimawandel zu unternehmen. Schön und gut, ehrenwertes Ziel. Da wird an dieser Stelle auch nicht weiter drauf eingegangen.

Die Japaner leben mit der ständigen Gefahr vor Naturgewalten. Erst am Samstag erschütterte ein Erdbeben der Stärke 6,3 wieder die Region Fukushima. Berichte über Verletzte oder Schäden gab es jedoch keine. Auch bestand keine Tsunami-Gefahr. Doch viele scheinen vergessen zu haben, dass von Fukushima eine radioaktive Gefahr ausgeht. Jede Erschütterung oder jeder Taifun kann dazu führen, dass Tokio evakuiert werden muss. 35 Millionen Menschen, das macht aber eine Evakuierung unmöglich und die Folgen, wenn Fukushima Datchi um die Ohren fliegt, mögen wir uns gar nicht vorstellen. [...]
Ja... Das Erdbeben am Samstag... Hatte Magnitude 6.1, lag vor der Küste von Hokkaido, immerhin 500 km vom AKW Fukushima DAIICHI entfernt. Schlecht recherchiert, liebe Netzfrauen.
Zum Apokalypsenszenario habe ich mich oben schon geäußert. Und bleibe dabei: Zeigen Sie mir einen Wissenschaftler, der dieser Meinung ist. Sie belegen Ihre Aussagen doch nach eigener Aussage mit seriösen Aussagen, oder nicht?

Es folgen Worte zum Taifun... ehhh Tropensturm Vongfong. Nothing to add, Ladies...

Anstieg der Betastrahlung in den Grundwasserproben dauert an: Nach den Ergebnissen der letzten Tage, musste TEPCO mit den aktuell veröffentlichten Zahlen der Grundwasserbrunnen, 1-6 weitere Anstiege melden. In den Grundwasserproben vom Donnerstag wurden sowohl für Cäsium-134 und Cäsium-137, als auch für Mangan und Kobalt neue Rekordwerte nachgewiesen. Quelle  Und trotz der Naturgewalten die Japan heimsuchen, will die japanische Regierung weiterhin auf Atomkraft setzen
Das diesmal belegte Zitat stammt von der Nachrichtenseite "Spreadnews", sie sich vor allem auf die Fukushima-Berichterstattung fokussiert. Leider legt diese Seite keinen großen Wert darauf, die Quellen ihrer Informationen anzugeben. Somit lässt sich deren Richtigkeit nur schwer überprüfen. Aber im Zweifel für den Angeklagten.
Kein Zweifel an der Anklage gegen die Netzfrauen, die folgende Passage aus dem "Spreadnews"-Bericht leider nicht mitzitiert haben: "Auch in den jetzt gemeldeten Fällen werden schwere Regenfälle für den Anstieg der Werte verantwortlich gemacht, da das Wasser die im Boden gebundenen Substanzen herauslöse und diese somit am Kontrollposten nachzuweisen sind."
Heißt: Kein allgemeiner Anstieg der Radioaktivität nachweisbar, da äußere Einflüsse (Starkregen) die Messergebnisse verfälschen. So viel dazu... *hust* Panikmache *hust"

Es folgt ein Abschnitt über ein Erdbeben und einen kleinen, nicht gefährlichen Tsunami vor der Küste von Chile. Dazu gibt es nicht zu sagen.

Sizilien –das schwerste Erdbeben seit 20 Jahren
Die Liparischen Inseln wurden am Freitag von einem Erdbeben der Magnitude 4,1 erschüttert. Das Epizentrum lag westlich der Hauptinsel Lipari. Das Beben war auf den Inseln und an der Küste Siziliens deutlich zu spüren. Besonders in Messina fürchteten viele Menschen ein katastrophales Erdbeben und übernachteten im Freien. [...]
Dieser und folgende Absätze über Erdbeben und Vulkanausbrüche der letzten Tage sind wörtlich von vulkane.net übernommen. Immerhin: Quelle ist angegeben:
Was NICHT auf der seriösen Seite vulkane.net steht, ist "das schwerste Erdbeben seit 20 Jahren". Woher diese mal völlig falsche Information stammt, ist unklar. Klar ist: Im Februar 2014 gabs in der gleichen Region ein Erdbeben mit Magnitude 4.4. Magnitude 4.5 gab es im Herbst 2012.

Erderwärmung bedroht die Schwerkraft der Antarktis 
Wir haben davon gehört, wie der Klimawandel die Antarktis beeinflusst und uns in einigen Jahrzehnten eine Überflutung großer Teile der Erde bevorstehen könnte. Doch als ob das noch nicht schlimm genug wäre, äußert sich der Klimawandel auch in anderen, kaum geahnten Veränderungen. So hat die westliche Antarktis zwischen 2009 und 2012 genügend Eismasse verloren, dass sich ein Einfluss auf das lokale Gravitationsfeld messen lässt, wie die Europäische Weltraumorganisation ESA herausgefunden hat. Problematisch ist weiterhin, dass der weitere Zusammenbruch der westantarktischen Gletscher aufgrund der Erderwärmung nahezu unaufhaltbar ist, was weder für den Meeresspiegel noch für das Gravitationsfeld eine gute Nachricht ist. Die Daten der ESA haben ergeben, dass die Antarktis seit 2011 um 223 Kubikmeilen geschrumpft ist.
Wer also immer noch nicht davon überzeugt ist, dass sich unsere Erde im Klimawandel befindet und als größten Nachteil die steigenden Benzin- und Energiepreise bemängelt, sollte erwägen, sich die Antarktis einmal anzusehen, solange sie es noch gibt. Quelle
Die Zwischenüberschrift muss erstmal verdaut werden. "Erderwärmung bedroht die Schwerkraft", also, die Schwerkraft nimmt ab? Wie ist das zu verstehen? Die Formulierungen des folgenden Textes geben auch Anlass zur Sorge. Als ob die Überflutung großer Teile der Erde durch schmelzende Eismassen nicht schon schlimm genug wäre... Veränderung der Schwerkraft !!??
Die Antarktis (Kontinent) ist um 223 Kubikmeilen geschrumpft???

Wirklich? Schauen wir uns mal die verlinkte Quelle an.
Dabei handelt es sich nicht um den Originaltext, sondern um eine deutsche Übersetzung. Das englische Original ist hier zu finden.
Vergleichen wir mal.... ja, der Anfang ist tatsächlich identisch. Doch halt, was ist das? "As Eric Holthaus noted in Slate, it's a very small decrease in gravity, far from enough to send any penguins, sea lions, or research scientists floating into space."
A very small decrease, ein sehr kleiner Rückgang, der keine Pinguine und Seelöwen in den Weltraum katapultiert. Ach so, na dann. Immerhin ist das globale Schwerefeld lokal sehr schwankend, da hat dies keine globalen Auswirkungen. Es ist abhängig von der Masse eines Körpers. Und wenn die Masse an einer Stelle abnimmt, nimmt dort auch die Gravitation ab. Immerhin sind dort 223 Kubikmeilen Kontinent verloren gegangen... ach nein, "Data from the ESA's CryoSat satellite shows that West Antarctica's seasonal ice melt has sped up by a factor of three since 2009, and that Antarctica has shrunk in volume by 233 cubic miles since 2011", waren doch nur 223 Kubikmeilen Eis. Und das geschmolzene Eis ist nicht von der Erde verschwunden, so dass sich global nichts ändert.
Wir sind uns sicher, die Antarktis wird die Gravitationsänderung überleben. Hat Europa nach der letzten Eiszeit auch geschafft ;)

Es folgt eine "Erklärung" zum Thema "Plattentektonik". Der erste Abschnitt ist vom DLR übernommen, mit Quellenangabe. Der zweite wurde leider wieder geklaut. Es geht mal wieder um das Tohoku-Beben 2011, welches die Fukushima Katastrophe verursacht hat. Keine Ahnung warum die Damen immer wieder Fukushima erwähnen müssen. Ich an Fukushimas Stelle, würde über eine einstweilige Verfügung nachdenken :D Vielleicht entscheidet sich aber auch "Die Presse" für eine Klage, immerhin haben die Netzfrauen ihr geistiges Eigentum entwendet.
Auch in den USA geht die Angst vor einem großen Erdbeben um, „The Big One”, in Kalifornien liegt die Wahrscheinlichkeit bei 99,7 Prozent. Menschen, Häuser und Schnellstraßen sind in Gefahr – und zahlreiche Atomkraftwerke, die dicht an tektonischen Spalten stehen. [...]
Jetzt hat es den Spiegel erwischt. Und mal wieder wurde nur das "Reißerische" übernommen, mit dem sich viele Boulevardblätter umgeben. Die seriösen Erklärungen, wie zum Beispiel, dass die 99,7% sich auf ein Erdbeben der Stärke 6.7 in den nächsten 20 Jahren beziehen. In ganz Kalifornien. Das allgemein als "The Big One" bezeichnete Erdbeben der Stärke 7.5 oder mehr, das wahlweise Los Angeles oder San Francisco verwüsten könnte, ist nicht gemeint.
Und mal wieder ein Atomkraftwerk... Blick in den Spiegel: "Keine Sorge, versicherte der AKW-Betreiber, der Stromkonzern Southern California Edison, am Montag. Erstens seien die Verwerfungen entweder "nicht aktiv" oder zu weit entfernt. Zweitens könne die Anlage einem Erdbeben der Stärke 7.0 widerstehen. Drittens sei sie von einer acht Meter hohen Tsunami-Schutzmauer abgesichert."
Also: San Andreas weit weg, Resistenz für nicht-"Big Ones" an anderen Verwerfungen vorhanden, keine Bedrohung durch Tsunamis, da Kalifornien ja im Gegensatz zu Japan an keiner Subduktionszone liegt. Danke, für die Erklärung, Spiegel. Schämt euch, Netzfrauen, dass ihr ungenaue Behauptungen einfach so stehen lasst, um eure Sensationsgeilheit zu befriedigen!

Letzter Abschnitt, den wir mal besonders hervorheben:
Fukushima ist überall dort, wo Atomkraftwerke stehen – Es regnete noch nicht, als die Arche gebaut wurde. Wie viele Katastrophen werden uns noch ereilen, bis die Menschen es verstanden haben, dass Atomkraftwerke in Erdbebengebieten nichts zu suchen haben. Und wie viele Naturgewalten brauchen die Menschen noch, um endlich zu erkennen, dass wir so nicht weitermachen können? 
Ein eindeutiges Statement, wie die Netzfrauen zur Atomkraft-Debatte stehen. Und sie sind gegen Atomkraft, wer hätte das im Verlauf des Textes gedacht? :D

Aus der Sicht eines neutralen Beobachters, eine Antwort:
Ja, es besteht ein Risiko, wenn man Atomkraftwerke in Erdbebengebieten baut. Und ja, dieses Risiko ist nicht immer hundertprozentig kalkulierbar.
Aber: Erdbebensicherheit, Tsunamischutzwände, Notfallübungen für den Worst Case... All das wird nicht gemacht und gebaut, um Leute zu beschäftigen, sondern um das Risiko zu minimieren. Alltagserdbeben, ja selbst Erdbeben, wie sie nur alle 10 bis 100 Jahre auftreten, sind in geltenden Sicherheitsbestimmungen berücksichtigt. Auch das Tohoku-Erdbeben hat Fukushima-Daiichi keinen Todesstoß versetzt. Es war ein gewaltiger Tsunami, welcher nicht direkt vom Erdbeben ausgelöst wurde, sondern durch einen gewaltigen Erdrutsch am Kontinentalrand. Dieser hat alle Erwartungen und Berechnungen übertroffen. Niemand hat damit gerechnet. Bis jetzt.
In Zukunft wissen die Ingenieure, dass es schlimmer kommen kann, wenn man extremes Pech hat. Dann baut man einfach, um auch extremen Pechsträhnen zu widerstehen. Aus Fehlern kann man für die Zukunft lernen. Es gibt keinen Gott, der dir sagt, "Bau dir eine Arche, morgen kommt die Sintflut". Aber es gibt  Naturwissenschaftler, die dir sagen: "Es könnte eine Sintflut geben, eine Arche im Hinterhof kann nicht schaden!"

In diesem Sinne: Vertraut der Wissenschaft, haltet euch an seriöse Quellen, und lasst euch nicht von Menschen und Aussagen beeinflussen, die die Wahrheit zu ihrem Gunsten verdrehen!

Anti-Netzfrauen

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